Coburg (Stadt + Kreis)
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Vortrag bei den Regiomed Kliniken

Die REGIOMED KLINIKEN führten am 2. April eine Weiterbildung zum Thema „Patienten mit Gewalt- und Missbrauchserfahrungen begleiten“ durch. Diese fand am Klinikum in Coburg statt. Der WEISSER RING wurde in die Weiterbildung eingebunden, nachdem der Leiter der Fortbildung, Frank Feick, sich bei der Außenstelle des WEISSEN RINGS in Coburg gemeldet und nachfragte, ob sich der WEISSE RING bei dieser Weiterbildung einbringen möchte. Sabine Hemmerich, Leiterin der AS Coburg, hatte dies zugesagt, konnte dann jedoch aus terminlichen Gründen nicht als Referentin auftreten, weshalb Helmut Will, Außenstellenleiter im Landkreis Haßberge, den Part übernommen hat.

Bei der Weiterbildung ging es vor allem darum, wie jemand, der in einer Notfallambulanz beschäftigt ist, mit Menschen umgeht, die offensichtlich nach körperlichen Übergriffen eingeliefert werden. Fragen, "wie erkenne ich, ob jemandem Gewalt angetan wurde, was kann ich in einem solchen Fall tun, wie sollte ich mich verhalten oder was sollte ich Opfern von Gewalttaten raten", wurden in dieser Weiterbildung von verschiedenen Referenten thematisiert. An der Weiterbildung nahmen Personen aus den Kliniken Coburg, Ilmenau, Heidenheim, Schmalkalden, Neuhaus a. Rennsteig, Sonneberg, Haßfurt, Bad Berka und Lichtenfels teil.

Zu diesem Thema sprach auch die Frauenbeauftragte der Kriminalpolizei Coburg, die alles aus polizeilicher Sicht beleuchtete und das Prozedere erklärte, wie die Polizei in solchen Fällen vorgehen muss.

Für den WEISSEN RING verdeutlichte Helmut Will, dass Opfer von Gewalttaten nach einer Einlieferung in ein Krankenhaus oft nicht den wahren Grund ihrer Verletzungen nennen, sondern diese mit Stürzen oder anderen Ausreden erklären. Das könne verschiedene Ursachen haben. Manche wollen den übergriffigen Partner schützen, verhindern, dass er zur Rechenschaft gezogen wird oder aus sonstigen familiären Gründen, z.B. wegen gemeinsamer Kinder, nicht sagen, was wirklich passiert ist. Will ging dann im Einzelnen auf die Hilfsmöglichkeiten des WEISSEN RINGS ein, wobei er die Notfallpflegerinnen und -pfleger ermutigte, Opfer auf die Hilfsmöglichkeiten des WEISSEN RINGS aufmerksam zu machen. Entsprechendes Infomaterial wurde an die Teilnehmer verteilt.                                                                                                                   HeWi