Coburg (Stadt + Kreis)
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Acht Krimiautoren lesen in der Stadtbücherei Coburg zu Gunsten des WEISSEN RINGS

06.12.2017

Organisatoren, Autoren und Spendenempfänger. Sabine Hemmerich (3.v.re.) nimmt von Friederike Schmöe (5.v.li.) die Spende entgegen

Stolze 1.125 Euro konnte Sabine Hemmerich, Leiterin der Außenstelle des WEISSEN RINGS in Coburg, aus Händen der Krimiautorin Friederike Schmöe, am Nikolaustag in der Stadtbücherei Coburg entgegen nehmen. Die acht Krimiautoren aus der Region verzichteten zu Gunsten des WEISSEN RINGS auf ihr Honorar und die Spendenfreudigkeit der Besucher war groß.

Friederike Schmöe hatte in Zusammenarbeit mit der Leiterin der Bücherei der Stadt Coburg, Diplombibliothekarin Brigitte Maisch, die Veranstaltung organisiert. Schmöe gelang es ob ihrer guten Kontakte zu ihren Kollegen diese von der guten Sache, eine Lesung zu Gunsten des WEISSEN RINGS durchzuführen, zu überzeugen. Am 6. Dezember 2017 um 19 Uhr war es soweit. Bereits im Vorverkauf waren alle 100 Karten zum Preis von je fünf Euro verkauft. Darüber zeigte sich Brigitte Maisch erfreut. „Wir hätten sogar noch mehrere verkaufen können“, sagte sie zu Sabine Hemmerich. Toll organisiert hatte die Leiterin der Bücherei die Veranstaltung mit ihrem Team und anderen Helferinnen und Helfern. Um 19 Uhr hieß Brigitte Maisch die Besucher und die Autorinnen und Autoren in der Bücherei willkommen und erläuterte, dass der Erlös der Lesung dem WEISSEN RING, der einzig bundesweit tätigen Opferhilfsorganisation zukommen werde. „Die Autoren und sie meine lieben Besucher spenden heute für die Außenstelle des WEISSEN RINGS in Coburg, die Spende wird Frau Sabine Hemmerich entgegen nehmen, welche im Bereich Coburg für den WEISSEN RING arbeitet und verantwortlich ist“, sagte Maisch. Sie „drohte“ gleich an, dass es mit dem Eintritt nicht getan sei. „In vier Räumen in unserer Bücherei werden sie jeweils von zwei Krimiautoren erwartet. Nach der Lesung müssen sie sich frei kaufen, um den Raum wieder verlassen zu können. Am Ausgang wird jeweils jemand stehen, der sie nur raus lässt, wenn sie das nötige Kleingeld in den Spendensack geworfen haben. Ich hoffe also, dass sie das nötige Kleingeld dabei haben“, feixte Brigitte Maisch.

Als „Tandem“ erwarteten sodann die Autorinnen und Autoren ihrer Zuhörer. Jeder las etwa 20 Minuten aus den eigenen Werken. Nach zwei Lesungen wurde eine Pause eingelegt und im Foyer konnten Punsch, Plätzchen oder sonstige Getränke erworben werden. Auch der Erlös hieraus floss in die Spendenkasse für den WEISSEN RING. Hier bestand auch für Sabine Hemmerich, die vom Außenstellenleiter des WEISSEN RINGS im Landkreis Haßberge, Helmut Will, unterstützt wurde Gelegenheit, Informationen über den WEISSEN RING an den Mann und die Frau zu bringen. Dabei rührten die beiden Vertreter des WEISSEN RINGS kräftig die Werbetrommel und warben um Mitarbeiter für die Außenstelle Coburg. Nach der Pause gab es noch zwei weitere Lesungen, sodass die Zeiger der Uhr gegen 23 Uhr zeigten, als sich die Besucher nach den schaurigen Geschichten, die sie von den Krimiautoren gehört hatten, auf dem Nachhauseweg machten.

Aus folgenden Werken lasen die Autoren:
Helmut Vorndran: Kurzgeschichte und über Amazon-Kritikern zu seinen Büchern.
Johannes Wilkes: „Muschelkäfer morden nicht“ und eine Coburg-Geschichte.
Sigi Hirsch: „Nudelmord“
Thomas Kastura: „Sieben Tote sind nicht genug“
Marion Nemmert: „Verhängnisvolle Kunst“
Luc Bahl: „Dr. Crime und die Meister der bösen Träume“
Friederike Schmöe: „Falsche Versprechen“
Volker Backert: „Rhein-Main-Bestie“

Die Autorinnen und Autoren stellten sich zusammen mit der Leiterin der Stadtbücherei Coburg und Außenstellenleiterin Sabine Hemmerich noch zu einem Foto, bei dem Friederike Schmöe die Spende an Sabine Hemmerich übergab. Diese zeigte sich von der Summe überwältigt. „Für den WEISSEN RING bedanke ich mich bei allen Autorinnen und Autoren, dass sie ihre Zeit geopfert haben und zu Gunsten unserer Organisation auf ihr Honorar verzichten. Vielen herzlichen Dank.“ In ihren Dank schloss sie auch Friederike Schmöe und Büchereileiterin Brigitte Maisch und ihr Team mit ein. „Danke an sie beide, dass sie das alles organisiert haben, es war eine tolle Veranstaltung“, sagte Sabine Hemmerich. Die Autorinnen und Autoren zollten den Mitarbeitern des WEISSEN RING und der Organisation insgesamt allesamt Anerkennung für deren Arbeit, die sie für wichtig erachten. Autor Thomas Kastura: „Wir haben ja nur gelesen, sie machen vor Ort eine wertvolle und zeitintensive Arbeit für Menschen die Opfer von Straftaten wurden. Das finde ich und meine Kolleginnen und Kollegen ganz toll.“
Text u. Fotos: Helmut Will

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Kriminalautoren lesen zu Gunsten des WEISSEN RINGS